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Die Macht des Einzelnen

Kürbis-Kartoffel-Puffer mit Erbsen-Auberginencreme

Haben Sie schon einmal vom World Overshoot Day gehört? Er markiert den Tag, an dem die Ressourcen, die unser Planet bereitstellt, für das ganze Jahr aufgebraucht sind – dieses Jahr war dies bereits Ende Juli der Fall. 

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Justine Siegler

Bloggerin © Foto: Alex Niederhofer

Was das konkret bedeutet? Wir leben auf Kredit. Wir verbrauchen mehr, als wir haben. Das geht auf Kosten unseres Planeten und natürlich auf die des Klimas. Unsere Ökosysteme kippen. Wir können nicht weitermachen, wie bisher. Was das mit Ihnen zu tun hat? Jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Es sind die kleinen Veränderungen und Schritte, die wir jeden Tag gehen. Die, die sich summieren und andere inspirieren, ebenfalls etwas zu verändern. Also ja, das was der Einzelne tut, zählt und verändert. Was kann man aber nun konkret unternehmen?

Verbrauch steuert

Vieles, aber ich habe hier gerade nur 2300 Zeichen zur Verfügung und beschränke mich deshalb auf einen Tipp, der zur heutigen Ausgabe passt: Auf Regionalität achten. Und zwar wirklich, nicht nur halbherzig. Österreichische Tomaten aus dem Glashaus im Februar? Österreichisches Rind, gefüttert mit genmanipuliertem Mais oder Soja aus dem brasilianischen Regenwald? Da schreit zwar die Werbung nach Regionalität, nicht aber die Realität.
Saisonales und regionales Bio-Obst und -Gemüse. Melonen aus dem Burgenland und nicht aus der Türkei. Spargel aus dem Marchfeld und nicht aus Spanien. Kräuter aus Wien und nicht aus Italien. Ein Tisch, der aus nachhaltigem, österreichischem Holz gefertigt wurde und nicht aus Tropenholz. CO2-neutral produzierte, österreichische Töpfe aus Emaille. Wein aus steirischen Bio-Trauben anstatt aus Südafrika. Soja vom Neusiedlersee und nicht aus Südamerika. Notizhefte aus zertifiziertem Papier aus der Region statt aus groß angelegten Abholzungen. Das sind nur wenige von vielen Beispielen, was es alles tatsächlich aus der Region gibt.

Bedacht zählt

Natürlich heißt das nicht, dass alles aus dem Ausland verboten oder schlecht ist. Umgekehrt auch nicht, dass alles aus der Region gleich super öko und gut ist. Überhaupt nicht. Nur sollten wir das, was wir aus der Nähe beziehen können, auch wirklich aus der Region beziehen und uns vor dem Kauf damit auseinandersetzen, was dahintersteht. Die Umsetzung ist im Endeffekt reine Gewohnheitssache. Ich kaufe beispielsweise jeden Samstag mein Obst und Gemüse beim Bauernmarkt. Dort habe ich Lieblingsstände, bei denen alles unverpackt, bio und in unbeheizten Gewächshäusern angebaut wird. Für mich ist das mittlerweile ein Nobrainer und eine schöne Routine, meinen Fenchel, Salat, Kartoffeln und Co. genau dort zu besorgen. Was, wenn man sich nicht sicher ist? Dann gibt es immer noch zwei tolle Alternativen: Gebraucht besorgen und so Ressourcen sparen oder das Produkt vielleicht gar nicht kaufen, bevor es auf eine weite Reise aus China gehen muss, um dann nur eine weitere Sache zu sein, die wir besitzen. 

Kürbis-Kartoffel-Puffer mit Erbsen-Auberginencreme

Zutaten

400g Hokkaido Kürbis
300g Kartoffeln
2-3 gehäufte EL Mehl deiner Wahl
2-3 mittelgroße, weiße Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
150g Erbsen
eine halbe Aubergine (oder mehr)
ein Schuss Pflanzenmilch
Salz, Pfeffer
opt. frische Kräuter

Schneide die Zwiebeln und den Knoblauch ganz klein.Reibe den Kürbis grob und die Kartoffeln ganz fein undvermische sie mit einem Teil derZwiebeln und Knoblauch (ein wenigmehr als die Hälfte, etwa 2/3). Gibeine halbe Aubergine für etwa 20Minuten in den Ofen, bis sie schönweich ist. Erhitze Kokosöl in einerPfanne (Ich habe eine Teflonpfanneverwendet). Vermische nun denPufferteig mit Salz, Pfeffer und 2-3EL Mandelmehl (oder Mehl deinerWahl) und brate Puffer in der Größedeiner Wahl an, bis sie durch undauf beiden Seiten goldbraun unddurch sind. Wenn du sie rechtdünn machst, sind sie natürlichschneller durch! Da hat jeder andereVorlieben. Brate nun das restlicheZwiebel-Knoblauch-Gemischmit Erbsen an. Löffle das innereder Aubergine aus und pürierees mit den Erbsen, einem SchussPflanzenmilch Salz und Pfeffer.Salze die Puffer und serviere siemit dem Dip und optional frischenKräutern.


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