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Sommer

Die besten Tipps und Tricks für Alleinreisende

Peniche Baleal Portugal Foto: Anja Knorr

Anja Knorr reist seit mehr als fünfzehn Jahren durch die Welt und bloggt über das Reisen als Frau auf ihrem Reiseblog happybackpacker.de sowie ihre zwei großen Leidenschaften: das Surfen und Tauchen.

Seine ersten Male vergisst man nicht so schnell. Mein erstes Abenteuer als Alleinreisende führte mich keine fünf Tage nach meinem Abitur als Neunzehnjährige nach Frankreich. Ein Jahr wollte ich die große weite Welt entdecken und als Kellnerin an der Côte d’Azur arbeiten und Französisch lernen. Anfangs fühlte ich mich mutterseelenallein im fremden Land und heulte wie ein Schlosshund, als ich meine Eltern das erste Mal anrief.

Negative Gefühle zulassen

Keine zwei Wochen später machte ich mit meinen neuen Freunden die Stadt unsicher, flanierte wie eine Einheimische über die Strandpromenaden und aß Croissants zum Frühstück. Und lernte nebenbei meine größte Lektion: Man muss beim Alleinreisen auch einmal die negativen Gefühle aushalten können. Auch als alter Hase im Geschäft erlebe ich gerade am Anfang einer neuen Reise immer wieder Phasen, in denen ich mich überwältigt fühle und nichts mit mir anzufangen weiß.

Deswegen buche ich mir in den ersten Tagen meiner Reise gern ein Einzelzimmer in einem Hotel, um mich vor der Welt verstecken zu können, wenn mir der Reisestress zu viel wird.
Anschließend ist allerdings Konsequenz angesagt: Aufgeschlossen und offen auf Menschen zuzugehen ist der beste Weg, um sich aus seiner Einsamkeit zu lösen. Als Bonus lernen Reisende dazu noch wertvolle Skills im Small Talk und Selbstbewusstsein. Das anfängliche ungute Gefühl, fremde Menschen einfach anzugrinsen und in ein Gespräch zu verwickeln, legt sich mit der Zeit. Schnell stellte ich fest, dass die meisten Reisenden auch nur das Eine wollen, und zwar neue Freunde kennenlernen.

Meine besten Tipps

Die Schlafsäle, Küchen und Bars der Hostels dieser Welt sind nach wie vor die besten Orte, um potenzielle Reisegefährten zu treffen. Andere gute Möglichkeiten, um Anschluss zu finden, sind Koch-, Tauch- und Sprachkurse, Surfcamps sowie Yoga-Retreats vor Ort. Als positiven Nebeneffekt entdecken Alleinreisende gleich noch interessante Hobbys dabei.

Beim Couchsurfing übernachten Reisende bei Gleichgesinnten auf dem Sofa in der fremden Stadt und lernen nicht nur nette Leute kennen, sondern erhalten die besten Tipps direkt vom Local.

Mittlerweile bin ich überzeugte Alleinreisende. Ich kann in Ruhe meine Gedanken sortieren, muss keine faulen Kompromisse eingehen und bin viel offener geworden, neue Leute kennenzulernen. Als Paar oder unter Freunden ist man doch allzu oft nur auf sich fixiert. Außerdem ist mein Selbstbewusstsein gewachsen und nachdem ich allein unzählige Abenteuer gemeistert habe, fühlt sich die Gewissheit großartig an, dass mich so schnell nichts aus der Bahn hauen wird.

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